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Überquerung der Moldau als Erlebnis

Prager Fähren nehmen Betrieb wieder auf
von David Binar

Der Betrieb von Fähren über die Moldau in Prag wird während dieses Wochenendes nach der Winterpause wieder aufgenommen. Insgesamt sechs Linien machen es möglich, die Moldau an Stellen zu überqueren, wo es keine Brücken gibt. Außerdem ist eine solche Bootsfahrt ein angenehmes Erlebnis, das einem ermöglicht, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen.


Foto: fotolia

Die Linien des Fährbetriebs sind Teil der Prager Verkehrsbetriebe und als Fahrscheine können Vorverkaufskarten wie die "Lítačka" und Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs verwendet werden. Sie können aber auch direkt beim Fährmann gekauft werden. Die Anlegeplätze der Fähren befinden sich in der Nähe von Haltestellen anderer öffentlicher Verkehrsmittel.

Wenn es die Situation erlaubt und genug Platz auf der Fähre ist, können Fahrräder ohne Aufpreis mitgenommen werden. Vorrang haben aber Menschen, sodass es vor allem am Wochenende passieren kann, dass man mit seinem Fahrrad am Ufer stehen bleiben muss. Die Intervalle zwischen den Fahrten liegen zwischen 15 und 30 Minuten.

Die Fahrpläne der Linien sind online verfügbar, die Fähren nehmen ihren Dienst in den frühen Morgenstunden auf und bleiben in Betrieb bis Dunkelheit einsetzt. Es gibt keinen Nachtdienst. Wenn Sie eine lange Radtour planen, sollten Sie die Abfahrtszeit der letzten Fähre kontrollieren, so dass Sie nicht auf der falschen Seite des Flusses stranden und gezwungen sind, einen großen Umweg zu machen.

Die Fähre P7 ist die schnellste Verbindung zwischen den Stadtteilen Holešovice (Holleschowitz) und Karlín, wobei die Strecke Pražská tržnice (Prager Marktplatz) - Rohanský ostrov etwa fünf Minuten vom Anlegeplatz zum Anlegeplatz dauert. Wenn man die Straßenbahn nimmt, dauert der Weg an die zwanzig Minuten.

Linien des Prager Fährbetriebs:

P1 Sedlec - Zámky

Diese Fähre stellt im Norden Prags die Verbindung zwischen dem Stadtteil Sedlec und der Siedlung Zámky her.

P2 V Podbabě - Podhoří
Ebenfalls im Norden Prags verbindet diese Fähre die Moldauufer zwischen dem Šárka-Tal und Podhoří. Diese Gegend eignet sich sehr gut für einen Ausflug – zum Beispiel in den Prager Tiergarten.

P3 Lihovar - Veslařský ostrov
Im Süden Prags verbindet die Fähre die Haltestelle Lihovar (einst war hier eine bedeutende Schnapsbrennerei in Betrieb) mit der Ruderer-Insel südlich der Burg Vyšehrad (Wyschehrad).

P5 Císařská louka - Náplavka Smíchov
Fast eine Rundfahrt macht die Linie P5, die vom linken Moldaufer startet und die Kaiserwiese (Císařská louka) mit der Prager Uferpromenade Smíchovská Náplavka verbindet. Einen Zwischestopp macht sie auf der rechten Moldauseite, am Rašín-Kai (Rašínovo nábřeží).

P6 Lahovičky - Nádraží Modřany
Die südlichste Strecke fährt die Linie P6, die die Stationen Lahovičky und den Bahnhof Modřany verbindet. Wegen schöner Wanderwege entlang der Moldau wird die Linien häufig von Radfahrern und Inlineskatern genutzt.

P7 Pražská tržnice - Rohanský ostrov
Der Stadmitte am nächsten kommt die Line P7, die die Rohanský Insel (Rohanský ostrov) im Stadtteil Karlín mit der Prager Markthalle verbindet und dabei einen Zwischenstopp auf der Hetzinsel (Ostrov Štvanice) macht.

Mehr Information über die Prager Fähren sowie ihre Fahrpläne finden Sie hier (in tschechischer Sprache): www.prazskebenatky.cz


ManSprichtDeutsch.cz (Tschech.News, Prag 26.03.2017)