Wirtschaft in Tschechien

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Europa braucht die Digitalisierung und die digitale Wirtschaft braucht Europa

Hochtief-Vorstand Jörg Mathew ist neuer Präsident der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer

Man brauche ein starkes Europa, betonte am Mittwoch Ilse Aigner, bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) in Prag. Zentrale Herausforderung für die europäischen Volkswirtschaften sei die Digitalisierung, erklärte Aigner in ihrer Rede vor rund 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik. Digitalisierung und Europa seien zwei Seiten derselben Medaille. „Europa braucht Digitalisierung und die digitale Wirtschaft braucht Europa. Denn die Digitalisierung ist ein Megatrend, der nicht an Landesgrenzen haltmacht“, so die Staatsministerin.

Aigner, die zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin ist, stellte viele Initiativen und Projekte vor, mit denen ihre Regierung die Digitalisierung in Bayern voranbringe. Darunter auch bayrisch-tschechische Projekte, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei kostengünstigen Lösungen unterstützen, wie die digitale Modellfabrik in Cham für die Produktion der Zukunft.

Auf die Frage des Präsidenten der tschechischen Wirtschaftskammer, Vladimír Dlouhý, was die bayerische Staatsministerin einer künftigen tschechischen Regierung empfehlen könne, um Produktivität und Wertschöpfung zu steigern, sprach sich Aigner für die Einführung der dualen Berufsausbildung, eines Systems von Wirtschaftskammern mit Pflichtmitgliedschaft für alle Unternehmen sowie einen „Digitalbonus“ für kleine und mittlere Unternehmen aus.

Deutschland, vor allem der Freistaat Bayern, ist seit langem für Tschechien der wichtigste Handelspartner. 2016 war Tschechien zum ersten Mal unter den Top 10 der Handelspartner Deutschlands. Zu dieser rasanten Entwicklung „und auch dazu, dass das Thema Industrie 4.0 in Tschechien in den Fokus gerückt ist, aber auch die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern gefestigt wurde, hat ganz maßgeblich das Engagement der DTIHK beigetragen“, unterstrich Aigner.

Nach ihrem Auftritt wählte die DTIHK-Hauptversammlung Jörg Mathew, Vorstandsmitglied für Wirtschaft und Finanzen bei HOCHTIEF CZ, zum neuen DTIHK-Präsidenten. Er trat damit die Nachfolge von Axel Limberg an. Es sei für ihn eine große Ehre, Präsident einer Institution zu sein, die in der bilateralen Wirtschaftssphäre, in Politik sowie in Wissenschaft und Forschung einen so hervorragenden Ruf genießt. „Die DTIHK hat bereits in der Vergangenheit Themen wie Industrie 4.0 und Startups erfolgreich im politischen Umfeld der Tschechischen Republik platziert und wird dies auch in Zukunft tun, in diesem Jahr mit dem Topthema Intelligente Infrastruktur. Ich freue mich auf die verantwortungsvolle Aufgabe und die Chance, einen Beitrag zum weiteren Ausbau der intensiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Nachbarländern leisten zu können“, sagte Mathew in seiner Antrittsrede.

Neu in den Vorstand wurden gewählt Michael Axmann, CFO, Siemens, s.r.o., Michael Thomas Krüger, CEO, COMMERZBANK Aktiengesellschaft, pobočka Praha und Martin Záklasník, Managing Director, E.ON Česká republika, s.r.o. Für eine zweite Amtsperiode wurde Vladislav Sywala, Managing Director, Messer Technogas s.r.o. gewählt.


ManSprichtDeutsch.cz (Tschech.News.cz), Prag 05.05.2017
Quelle: DTIHK Pressemitteilung