Wirtschaft in Tschechien

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ČNB beendet eingreifen in den Wechselkurs

Von Felix Zilke

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) hat ihre Devisenmarktintetvention Eingreifen gestoppt, durch die tschechische Krone (CZK) künstlich bei einem Kurs von rund 27 Kronen /Euro gehalten wurde.

Am 6. April um 15 Uhr war die Krone auf 26,5 zu einem Euro gefallen. Die Bank hatte zuvor angekündigt, dass die Interventionspolitik vor dem zweiten Quartal 2017 enden würde.

Die Börse zeigte sich von dieser Entwicklung aber nicht stark betroffen. Die Zentralbank hat ein erneutes Eingreifen nicht ausgeschlossen, sollten Wechselkursschwankungen überhöht auftreten.

"Auf seiner außerordentlichen Konferenz heute hat der ČNB-Bankausschuss beschlossen, die Wechselkursverpflichtung der ČNB zu beenden", sagte die Bank in einer Erklärung auf ihrer Website. "Auf der Grundlage einer gründlichen Bewertung der verfügbaren makroökonomischen Daten, Analysen und Prognoseszenarien stellte der Bankrat fest, dass die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erfüllung des 2-prozentigen Inflationsziels in der Zukunft erfüllt waren. In dieser Situation ist die Fortsetzung der Wechselkursverpflichtung zur Erfüllung des Hauptziels der Preisstabilität durch die ČNB nicht mehr notwendig ", so die Erklärung weiter.

Die ČNB fügte hinzu, dass die Binnenkonjunktur seit einiger Zeit steigende Kosten und steigende Preise fördert. "Um anti-inflationäre Effekte aus dem Ausland gleichzeitig abzuwickeln, ist es nicht mehr notwendig, expansive monetäre Bedingungen in dem aktuellen Umfang beizubehalten. Der Ausstieg aus der Wechselkursverpflichtung ist der erste Schritt zu einer allmählichen Mäßigung der expansiven Natur der monetären Bedingungen", so die ČNB.

Der Wegfall der Wechselkursverpflichtung bedeutet, dass sich der tschechische Krone-Wechselkurs nun nach Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt orientiert. "Infolgedessen kann es in kurzer Zeit Schwankungen in beide Richtungen geben. Die Entwicklung des Wechselkurses ist daher immer noch eine erhebliche Unsicherheit der aktuellen Prognose. Die ČNB steht bereit, ihre Mittel zu nutzen, um potenzielle überhöhte Wechselkursschwankungen zu verringern, wenn es nötig ist", so die Bank.

Die Zentralbank beschloss, das Eingreifen in den Wechselkurs als geldpolitisches Mittel am 7. November 2013 zu nutzen. Damals verpflichtete sich die Bank auch, bei Bedarf auf dem Devisenmarkt zu intervenieren, um die Krone zu schwächen, um den Wechselkurs nahe des Wechselkurses von 27 Kronen zum Euro zu halten."


ManSprichtDeutsch.cz (Tschech.News), Prag 06.04.2017