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Forschungsprojekt NANOMATCON bietet Produktionsunternehmen großes Innovationspotenzial

Die Entwicklung von multifunktionalen Nanopartikeln, Nanotinten und Nanokompositen, die in der Industrieproduktion von Komponenten und integrierten Systemen Anwendung finden, ist das Ziel des nanotechnologischen Forschungsprojekts NANOMATCON.

Vergangenen Freitag stellten Wissenschaftler der Technischen Universität Liberec und der Fraunhofer-Gesellschaft das Projekt den Vertretern von Produktionsunternehmen, Ministerien und Forschungsinstituten vor. Durch den von der DTIHK organisierten Workshop konnten sich die Wirtschaftsvertreter informieren, wie sie am Transfer modernster Technologien ähnlich dem 3D-Druck, jedoch mit solchen Feinheiten, die es bisher in der Forschung noch nicht gegeben hat, aktiv mitwirken und davon profitieren können.

Das Projekt NANOMATCON hat zum Ziel, ein gemeinsames Exzellenzzentrum der Technischen Universität Liberec und der Fraunhofer-Gesellschaft einzurichten. Dieses an der Universität in Liberec zu entstehende Exzellenzzentrum soll über robotisierte und automatisierte Spitzentechnologien verfügen, welche die schnelle und kostengünstige Entwicklung von Nanomaterialien sicherstellen. Die DTIHK, Partner des Projekts und Teil eines aus drei Mitgliedern bestehenden Konsortiums, organisierte einen Workshop, im Zuge dessen die Unternehmen erfahren konnten, worin der Mehrwert der Forschungsergebnisse von NANOMATCON bestehen kann und welches Innovationspotenzial diese Technologien bieten. Die Verbindung der Forschung mit der Wirtschaft ist einer der wichtigsten Tätigkeitsbereiche der DTIHK. „Unser Ziel ist es, dem Transfer von Spitzentechnologien in die Industrie zu helfen und solche Kooperationen zwischen Deutschland und Tschechien, die auf Know-how-Austausch und Innovation basieren, zu fördern“, sagte Bernard Bauer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DTIHK, bei der Eröffnung der Veranstaltung. Nun ist der richtige Zeitpunkt für die Unternehmen, sich dem Projekt anzuschließen, um das eigene Technologie- und Produktportfolio zu entwickeln oder zu erweitern.

Beide Partnerforschungsstellen geben das eigene Spitzen-Know-how in das Projekt. „Unser Institut arbeitet seit Jahren an der Entwicklung spezieller Beschichtungen, die z. B. kratzfest, antimikrobiell oder hydrophob sind. Unsere Materialien finden heutzutage Anwendung in den meisten Handys und weiteren optischen und elektronischen Geräten. Mit der Technischen Universität in Liberec steigen wir nun in die nächste Generation von Nanomaterialien ein“, erklärte Dr. Michael Popall, Leiter der Abteilung International beim Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg. Prof. Miroslav Černík von der Technischen Universität in Liberec führte fort: „Wir planen im Rahmen des Projekts NANOMATCON Spitzentechnologien einzukaufen, die es ermöglichen, 3D-Objekte im Maßstab von bis zu 100 Nanometer oder Nanomaterialien mit selbstdefinierten Eigenschaften in großen Mengen für potenzielle Partner und Kunden aus der Wirtschaft herzustellen.“

Die aktuelle erste Phase des Projekts NANOMATCON wird durch das EU-Rahmenprogramm Horizont 2020 – Teaming realisiert. Es soll die Forschungszusammenarbeit zwischen Partnern aus Westeuropa und aus Ländern in Mittel- und Osteuropa unterstützen. In dieses renommierte Programm wurden nur drei Projekte aufgenommen, an denen sich tschechische Wissenschaftler beteiligen sollen.


Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 26.04.2016

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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