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Industrie 4.0 unterzeichnet: Deutschland bahnt intensive Zusammenarbeit mit Tschechien an

Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik (MPO) haben sich auf eine Kooperation beim Thema Industrie 4.0 verständigt. Eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichneten in Prag Ministerialdirektor WolfDieter Lukas und Vizeminister Tomáš Novotný. Tschechien ist damit das erste Land, mit dem Deutschland bei diesem wichtigen Zukunftsthema eine konkrete Zusammenarbeit vereinbart. Im Fokus sollen die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation vor allem mit Blick auf den Mittelstand stehen. Die DeutschTschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) hatte im Rahmen ihres Jahresthemas „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ beide Ministerien zu Kooperationsgesprächen eingeladen.

„Industrie 4.0“, sprich die Entwicklung der digitalen Vernetzung der Wirtschaft, wird in den kommenden Jahren über die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheiden. Für Tschechien ist Deutschland mit Abstand der wichtigste Handelspartner. Beide Länder haben eine traditionell hoch entwickelte Industrie, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil am BIP hat, sowie ausgezeichnete Forschungskompetenzen. Daher haben Regierungsvertreter beider Länder nun eine intensive Kooperation vereinbart, um die Chancen einer strategischen bilateralen Partnerschaft beim Thema Industrie 4.0 zu nutzen.

In zwei bilateralen Gesprächen, vermittelt durch die DTIHK, besprachen am 7. und 8. Oktober 2015 die Vertreter des BMBF und des MPO die nationalen Strategien zu Industrie 4.0 und identifizierten Synergien und das Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit. Die Ministerien beabsichtigen, „einen Rahmen für die Anbahnung konkreter Kooperationen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation zum Thema Industrie 4.0 zu schaffen“, heißt es in der gemeinsamen Absichtserklärung. Zeitnah soll in Konsultationen das konkrete Vorgehen für die Umsetzung des Innovationsdialogs festgelegt werden. Bis Ende des Jahres 2015 benennen beide Ministerien Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, die aktiv in den Innovationsdialog einbezogen werden.

„Eine starke Industrie im Bereich Maschinen- und Anlagenbau mit einem bedeutenden Mittelstand sind charakteristisch für die tschechische und die deutsche Wirtschaft“, erklärte Prof. Wolf-Dieter Lukas, Leiter der Abteilung „Schlüsseltechnologien und Forschung für Innovationen“ im BMBF. Für beide Länder biete sich daher gerade beim Zukunftsthema Industrie 4.0 „die Chance einer strategischen Partnerschaft“, so Lukas weiter. „Das MPO schätzt die Möglichkeit sehr, die Kooperation mit Deutschland bei Forschung, Entwicklung und Innovation im Rahmen der Initiative Industrie 4.0 zu vertiefen“, erklärte auch der tschechische Vizeminister Tomáš Novotný.

In Deutschland arbeiten Wirtschaft, Politik und Verbände bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung einer Strategie zur digitalen Vernetzung. Mit ihrem Jahresthema „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ hatte die DTIHK das Thema in Tschechien auf die Agenda gebracht. „Wir freuen uns sehr, dass wir durch unsere intensive Arbeit und die Vermittlung bilateraler Gespräche zu einer konkreten deutsch-tschechischen Kooperationsvereinbarung beitragen konnten“, sagte Bernard Bauer, geschäftsführender Vorstand der DTIHK, nach der Unterzeichnung.  


Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 19.10.2015

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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