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Brünn: Maschinenbaumesse MSV im Zeichen der digitalen rEvolution

Die Vorbereitungen für die 57. Internationale Maschinenbaumesse (MSV) laufen auf Hochtouren. Vom 14. bis 18. September wird die mährische Metropole Brünn zum Zentrum der digitalen rEvolution. Das Hauptthema „Industrie 4.0 – automatisierte und integrierte Industrie“ lockt 1500 Aussteller aus 30 Ländern, darunter allein aus Deutschland rund 270 Unternehmen. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) ist mit ihrem Jahresthema „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ der Hauptpartner und veranstaltet am 16. September im Hotel Holiday Inn die Fachkonferenz „Forum Industrie 4.0“. Spitzenvertreter von Top-Technologieunternehmen und weitere Experten aus F&E präsentieren die neuesten Trends. Lösungen und Visionen zur digitalen Vernetzung sind auch auf dem Gemeinschaftsstand der DTIHK und ihrer Partnerunternehmen Siemens, Bosch Rexroth, Schunk und ROI zu sehen. Zudem präsentieren fünf deutsche Bundesländer auf der Brünner MSV ihr Innovationspotenzial.

Die digitale Vernetzung verändert bereits jetzt Schritt für Schritt die Industrieproduktion aller Branchen. In den kommenden Jahren prägen digitale Lösungen alle Bereiche, von der Entwicklung über Produktion und Logistik bis hin zu Kundenmanagement und Service. „Die umfassende DTIHK-Konferenz ´Forum Industrie 4.0´ wird die wichtigste Informations- und Austauschplattform für Unternehmen, F&E-Experten und Öffentlichkeit sein – und zwar weit über die Grenzen Tschechiens hinaus“, erklärt Bernard Bauer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DTIHK„Die Konferenz ist hochkarätig besetzt, ihr Programm bietet aktuellste Informationen zu Chancen und Herausforderungen“, so Bauer weiter.

Planung und Umsetzung von Industrie 4.0-Anwendungen in Produktions- und Kommunikationsprozessen erfordern Investitionen. Im digitalen Zeitalter schnell auf Markveränderungen zu reagieren, wird künftig immer mehr zu einer Bedingung für Konkurrenzfähigkeit. Best-practice-Beispiele präsentiert Dětřich RobenekGeschäftsführer von Bosch Rexroth Tschechien. Modelle einer Referenzarchitektur helfen, digitale Lösungen kostengünstiger umzusetzen und mit der Entwicklung Schritt zu halten. Eine enorme Herausforderung gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Wolfang Weissler, Direktor unter anderem der Siemens-Division Digital Factory
, zeigt die Möglichkeiten des 3D-Drucks in intelligenten Produktionsprozessen auf. Das Verfahren ist vor allem im Bereich der Prototypenentwicklung und bei der Ersatzteilherstellung vielseitig und flexibel einsetzbar. 

Milan Hába, Direktor für technologische und geschäftliche Innovationen bei T-Mobile befasst sich in seinem Vortrag mit einer neuen Infrastruktur für das Internet der Dinge. Eine stabile und flächendeckende Breitbandversorgung sind Voraussetzung, um auch Regionen in die digitale Vernetzung einzubinden.

In den nächsten Jahren geht es darum, die Potenziale von Industrie 4.0 optimal auszuschöpfen und dabei die notwendige Sicherheit gewährleisten. Zu Nutzen und Risiken im Umgang mit Big Data diskutieren daher Experten wieSAP-Geschäftsführer Roman Knap, Vladimír Mařík von der Technischen Universität Prag (ČVUT) und Oliver Fuhrmann von Automation Valley Nordbayern. Auch die Fraunhofer-Gesellschaft ist auf der Konferenz „Forum Industrie 4.0“ präsent, und stellt das hochmoderne Konzept „E3-Produktion“ vor, das eine energie- und ressourceneffiziente Produktion auf IT-Basis bietet. Die Fraunhofer-Experten diskutieren ebenso mit Vertretern der Unternehmen Trumpf und Brose die Chancen und Herausforderungen des umfassenden digitalen Kundenmanagements, das enorme Individualisierung und Flexibilisierung in der Produktion nach sich zieht.

Die digitale Rechnung wird jedoch ohne den „Faktor Mensch“ nicht aufgehen. Fachkräfte brauchen künftig Kenntnisse sowohl in der Fertigung als auch im Umgang mit digitalen Steuerungsprozessen. Der Leiter der ŠKODA-Akademie, Carsten Brandes, richtet daher auf der Konferenz den Fokus auf die Frage, welche Veränderungen die digitale Vernetzung künftig für das Thema „Ausbildung und Fachkräfte“ mit sich bringt. 

Im Anschluss an das „Forum Industrie 4.0“ zeigt die Technische Universität Chemnitz einen so genannten Demonstrator, der das Thema Industrie 4.0 fassbar macht. Praxisnah werden auf dem DTIHK-Gemeinschaftsstand in Halle A1 drei Szenarien veranschaulicht: die spezifische Informationsbereitstellung mittels Tablet und Mikrofunkzellen auf Bluetooth-Basis, die Benachrichtigung eines Werksmitarbeiters mittels Smartwatch sowie Beispiele zur Informationsbereitstellung und Nutzeraktion.

Deutschland wird – auch jenseits von „Industrie 4.0“ - auf der MSV 2015 wieder breit aufgestellt sein. Fünf Bundesländer präsentieren ihr Innovationspotenzial auf der Messe: Die Exportförderungsgesellschaft Bayern Handwerk International und die Bundesländer Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind mit von der Partie. Vertreten sind auf der wichtigsten Industriemesse in Mittelosteuropa junge mittelständische Unternehmen und Traditionsbetriebe.

Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 03.09.2015

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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