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Digitalisierung, Automatisierung und 3D-Druck in Zeiten von Industrie 4.0

Start-Ups aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und 3D-Druck trafen am 23. Juni in Brünn große international agierende Technologieunternehmen.

Digitalisierung führt zu Produktivitätssteigerung und Kostensenkung im ganzen Produktionsprozess und ist eine Voraussetzung zur Weiterentwicklung einer modernen Industrie im Sinne von „Industrie 4.0“. Welche Chancen und Herausforderungen bringen dabei 3D-Druck-Technologien? Welchen Beitrag können sie bei der Produktentwicklung leisten? Zu diesen Fragen äußerte sich bei einer Networkingveranstaltung in Brünn in seinem Key-Note-Vortrag Vladimír Kulla, Leiter des Entwicklungs- und Prototypenzentrums bei Siemens CZ. Die Veranstaltung richtete die DTIHK im Rahmen ihres Jahresthemas „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ gemeinsam mit dem Südmährischen Innovationszentrum aus. Ziel war es, Start Ups und KMUs ins Gespräch mit großen internationalen Unternehmen zu bringen.


Foto: © Jitka Janů

Mehr als 30 Unternehmen, darunter die Jahresthema-Premiumpartner Siemens und Bosch Rexroth als Partnern der Veranstaltung, Konica Minolta oder Honeywell, kamen im Südmährischen Innovationszentrum zusammen. Impulse für Diskussion und Networkinggespräche unter Start Ups, KMUs und großen Unternehmen bot Vladimír Kulla, Leiter des Entwicklungs- und Prototypenzentrums bei Siemens CZ, in seinem Kurzvortrag zum Thema Industrie 4.0 und 3D-Druck. Die Entwicklung zu Industrie 4.0 sei kein Lied von morgen, sondern ein bereits laufender Prozess, so Kulla. Digitalisierung sei dabei eine Voraussetzung und biete enorme Beschleunigung im Produktentwicklungprozess, der dann ohne teure Prototypentest durchgeführt werden könne. Und zwar nicht nur in Maschinenbau und Technologieproduktion, sondern auch bei Gebrauchsgütern. 

3D-Druck, im Englischen oft Additive Manufacturing genannt, bietet den Unternehmen größere Flexibilität und Kostensenkung insbesondere bei Produktion von relativ teuren Teilen in kleinen Mengen. Dies bringt große Vorteile z.B. bei der Herstellung von Maschienersatzteilen. Großes Potenzial von 3D-Druck-Technologien sieht Vladimír Kulla im Bereich der Medizintechnik. Auch Supply Chains können durch Verwendung von 3D-Druck optimiert werden. Ad hoc Herstellung vor Ort sei kostengünstiger als Lagerung oder Transport aus weit entfernten Orten, so Kulla weiter. 
   
Auf der anderen Seite stellt 3D-Druck die Unternehmen vor gewisse Herausforderungen. Die technischen Eigenschaften der verwendeten Materialien seien nicht immer ausreichend und die Kosten für die Verwendung von 3D-Druck in Massen-Produktion seien gegenwärtig noch zu hoch. Auch fehlten noch internationale Standards.  

Nach intensiver Diskussion hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich in kleineren Runden vorzustellen, um die Erstkontate auf bilateraler Ebene informell zu vertiefen. 

Mehr Infos zum DTIHK-Jahresthema 2015 finden Sie » hier.


Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 01.07.2015

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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