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DTIHK-Round-Table: Industrie 4.0 als Herausforderung für den Mittelstand

Kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region Pilsen diskutierten Chancen und Risiken der Digitalisierung.

Große, international agierende Unternehmen arbeiten intensiv an der strategischen und technischen Umsetzung einer umfassenden digitalen Vernetzung ihrer Wertschöpfungs- prozesse. Wie aber können sich kleine und mittlere Unternehmen in diesem digitalen Wettlauf behaupten und positionieren? Diese Frage diskutierten 15 westböhmische Unternehmen am Donnerstag bei einem Round Table, gemeinsam ausgerichtet von der DTIHK, dem IHK/AHK-Regionalbüro in Pilsen und der Firma Schunk als DTIHK-Premiumpartner.


Lenka Šolcová (DTIHK) präsentiert die Ergebnisse der DTIHK-Umfrage zur Industrie 4.0 in Tschechien


Marcel Páter, Verkaufsleiter des Gastgebers Schunk, Michael Hellmuth von der bayerischen Firma F.EE sowie Udo Richter vom Planungs- und Beratungsunternehmen Ingenics schilderten ihre Sicht auf Stand, Chancen und Risiken der Digitalisierung. Die Entwicklung hin zur so genannten „Industrie 4.0“ birgt enorme Chancen, die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen, darin waren sich alle Firmenvertreter auch in der anschließenden Diskussion einig. Das Ziel sind Innovationen, höhere Flexibilität und Qualität in Produktion und Kundenmanagement. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müsse sich der Mittelstand auf Produkte mit höherer Wertschöpfung fokussieren, so Marcel Páter.

Aber gerade kleine und mittlere Unternehmen haben oft nur beschränkte personelle und finanzielle Kapazitäten, um aufwendige Digitalisierungsstrategien umzusetzen und mit den großen Playern Schritt zu halten. Unternehmen aus dem Bereich Forschung & Entwicklung beklagen im tschechischen Mittelstand aber vor allem ein mangelndes Bewusstsein für notwendige Weiterentwicklungen. Auch die Digitalisierung – so der Tenor der Diskussion – ist ein wichtiger Schritt, damit ein Land wie Tschechien sich von einer „montovna“, einer „verlängerten Werkbank“ für ausländische Produkte, hin zu einem „Kompetenzzentrum“ für Innovationen entwickelt. Dabei spielt auch ein praxisorientiertes Ausbildungssystem eine Schlüsselrolle – ein bisher ungelöstes Problem in Tschechien.

Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet Industrie 4.0, „am Ball zu bleiben“ und strategische Überlegungen anzustellen, in welchem Geschäftsbereich „Schritt für Schritt“ eine Digitalisierung umgesetzt und damit langfristig die Konkurrenzfähigkeit gesichert werden kann.


Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 16.06.2015

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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