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Vergütungsreport: Lohnwachstum in Tschechien gebremst

Unternehmen sehen für 2015 eine Gehaltssteigerung von 2,5 Prozent

Die Gehälter in der tschechischen Wirtschaft werden im Jahr 2015 durchschnittlich um 2,5 Prozent steigen. Das ist weniger als in den beiden vorangegangenen Jahren, die eine Steigerung von im Schnitt 4,0 Prozent verzeichneten. Derzeit haben Geschäftsführer in Tschechien durchschnittlich ein Bruttojahresgehalt von fast 2,4 Mio. CZK, (Fach-)Arbeiter von rund 314 Tausend CZK. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Vergütungsreports 2015, den die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) und Kienbaum Management Consultants zu Jahresbeginn gemeinsam veröffentlichten. In die Analyse flossen die Gehaltsdaten von mehr als 26.000 Positionen aus rund 100 Unternehmen aller Größen und Branchen ein. 

Der Vergütungsreport gibt detailliert Auskunft über Unternehmensmaßnahmen und Arbeitnehmer-Merkmale, welche die individuelle Vergütung beeinflussen. Bei den Einstiegsgehältern bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Fachrichtungen: Über das höchste Einstiegsgehalt können sich die Absolventen von Ingenieurwissenschaften-IT und Rechtswissenschaften freuen, gefolgt von denen der Wirtschafts- und Naturwissenschaften. Am unteren Ende der Skala liegen die Einstiegsgehälter sozialwissenschaftlicher Ausbildungsgänge.

Gehaltsstufungen hängen von der Position, der individuellen Mitarbeiterleistung und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ab. Mit Abstand am besten werden Fach- und Führungskräfte in der Finanz- und Versicherungsbranche entlohnt. Weit über dem Durchschnitt liegen auch die Gehälter in der Medizintechnik und Optik, gefolgt von denen in der Energie- und Rohstoffwirtschaft. Die Höhe des Arbeitsentgelts variiert zudem stark nach Unternehmensstandort: Während in Prag die Gehälter von Fach- und Führungskräften um 36 Prozent über dem Landesdurchschnitt lagen, blieben sie etwa in Südböhmen und in Südmähren um 18 bzw. 12 Prozent unter dem Durchschnitt.

Ein wichtiger Aspekt des Reports befasst sich mit dem Ausbildungsniveau der Mitarbeiter. Ein Fünftel der befragten Unternehmen stuft das Ausbildungsniveau aktuell beschäftigter Arbeitskräfte als mangelhaft ein. Noch ungünstiger sieht es bei der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte vor allem in der Produktion aus: Fast ein Drittel der Befragten bewertet sie als „mangelhaft“. „Wir erhalten von vielen Unternehmen in Tschechien die Rückmeldung, dass sie für die Produktion insbesondere im High-Tech-Bereich vor Ort oft nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter finden“, kommentiert DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer die Umfrageergebnisse. „Im Zuge der massiven Digitalisierung der Produktion, die sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren vollzieht, verschärft sich diese Situation weiter. Daher legen wir mit dem Thema ´Industrie 4.0´ unseren Fokus im Jahr 2015 auf die fortschreitende Digitalisierung“, ergänzt Bauer.

Der von der DTIHK und Kienbaum vorgelegte Vergütungsreport gibt Arbeitgebern ausführliche Anhaltspunkte, wie die Konkurrenz ihre Mitarbeiter bezahlt. Der Report differenziert dabei nach Branchen, Regionen und Positionen.

Der Vergütungsreport Tschechien 2015 kann bei der DTIHK käuflich erworben werden. Näheres dazu » hier.

Kontaktperson:
Christian Rühmkorf
Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs
Tel.: +420 221 490 303
E-Mail: ruehmkorf(at)dtihk.cz


Quelle: DTIHK, Prag 12.1.2015

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
www.tschechien.ahk.de
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