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VIII. DTIHK-Wirtschaftsgespräch: Forschung, Entwicklung und Innovation in Tschechien

Haben wir die Zukunft im Fokus?

Die Förderung von Innovationsaktivitäten ist unerlässlich, um die Wettbewerbsvorteile des Investitionsstandorts Tschechien aufrechtzuerhalten und ist auf lange Sicht die Basis für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Darin waren sich der Staatsekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Franz Josef Pschierer und Jan Mládek, Minister für Industrie und Handel der Tschechischen Republik einig. 

Beide waren Gastredner auf dem VIII. Wirtschaftsgespräch der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK), das im Rahmen des DTIHK-Jahresthemas „Forschung und Entwicklung – Die Zukunft im Fokus“ am Mittwoch in der Tschechischen Nationalbank in Prag stattfand. Ähnlich äußerten sich bei der Podiumsdiskussion auch die Partnerfirmen und Partner-Forschungsinstitutionen des Jahresthemas sowie Vertreter der Politik. Es ist notwendig, nicht nur die Finanzierung von Forschung und Entwicklung seitens des Staates sowie der Firmen zu optimieren, sondern auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Firmen und Forschungsinstitutionen zu fördern, so der Tenor.


Foto: DTIHK

Die Verbesserung der Innovationstätigkeit von Unternehmen in Tschechien gehört seit langem zu den Prioritäten der DTIHK. Das diesjährige Jahresthema und das VIII. DTIHK-Wirtschaftsgespräch stellen wichtige Impulse für die zukünftige Forschungs- und Entwicklungspolitik in Tschechien dar. Bayern, ein enger Handelspartner Tschechiens, ist eine der erfolgreichsten europäischen Regionen im Bereich Forschung und Entwicklung. Bayern legt besonderen Wert auf die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und den Technologietransfer. „Wir handeln nach dem Motto: Aus der Wissenschaft in die Wirtschaft, aus dem Labor auf den Markt. Deshalb investieren wir massiv in angewandte Forschung“, sagte in seiner Rede der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Franz Josef Pschierer.

Für die Vertiefung der Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzt sich auch die DTIHK ein, die auf Vorschlag des Tschechischen Regierungsamtes als Kommunikationsplattform für den Bereich Forschung und Entwicklung fungieren wird. „Innovation braucht Kooperation und zwar vor allem zwischen Forschungsinstitutionen und Universitäten auf der einen Seite und der Wirtschaft auf der anderen Seite. Damit diese beiden Seiten besser zueinander finden, müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern und eine Partnerschaftsplattform für den Austausch beider Seiten schaffen. Auch gerade für ausländische Investoren sind gute und transparente Strukturen in Tschechien ein Anreiz in unser Land zu investieren“, bestätigte auch der tschechische Minister für Industrie und Handel Jan Mládek.

An der Podiumsdiskussion zur Frage „Haben wir die Zukunft im Fokus?“ nahmen Vertreter deutsch-tschechischer Unternehmen teil, Rostislav Šolta (Robert Bosch) und Miroslav Pěcha (Brose). Die Forschungseinrichtungen waren repräsentiert durch Vojtěch Petráček (ČVUT), Wolfgang Dorner (Technologie Campus Freyung) und Hans-Günter Lind (Fraunhofer MOEZ); Karel Havlíček diskutierte in seiner Funktion als Mitglied im Rat der tschechischen Regierung für Forschung, Entwicklung und Innovation. Alle Diskutanten sahen unter der Gesprächsleitung des Forbes-Chefredakteurs Petr Šimůnek Nachholbedarf bei der gezielten Förderung ausgesuchter, zukunftsträchtiger Innovationsbereiche sowie bei der staatlichen Unterstützung von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Die DTIHK stellt ihre Strukturen und Erfahrungen zur Verfügung und unterstützt somit direkt die Anbahnung von konkreten Kooperationen. „Wir bieten hiermit den tschechischen Forschungsinstitutionen an, Teil unserer starken DTIHK-Mitgliederbasis zu werden und über uns einen engen Draht zu jenen Unternehmen aufzubauen, die auf Forschung und Entwicklung angewiesen sind. Diese Kooperationen sind für den Innovationsstandort Tschechien von immenser Bedeutung“, ergänzte Bernard Bauer, der DTIHK-Geschäftsführer.

„Forschung & Entwicklung – Die Zukunft im Fokus“ – unsere Premiumpartner: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, MBtech, Schunk, Veletrhy Brno | Partner: Bosch, Brose, Zeiss, Siemens, ZF | Partnerinstitutionen: ELI Beamlines, Fraunhofer – Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ), Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau (ICM), Technische Universität Liberec – Institut für Nanomaterialien, moderne Technologien und Innovation, Tschechische Technische Universität Prag, VÚTS a.s. / Zentrum für Entwicklung der Maschinenbauforschung, Westböhmische Universität in Pilsen.


Quelle: Pressemitteilung DTIHK, Prag 19.11.2014

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)
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