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Einwohnerzahl Prags und Tschechiens wächst

Laut Statistik war Einwahnerung wichtiger als die Geburtenzahl
Von David Binar

Sowohl in Prag als auch in der Tschechischen Republik stieg im Jahr 2016 die Einwohnerzahl. Gründe dafür sind Einwanderung und eine wachsende Geburtenzahl. Die Bevölkerung Prags stieg um 13.059 auf 1.280.508. Der größte Teil des Anstiegs ging zurück auf Zuzug von Menschen aus den Regionen des Landes in die Hauptstadt. Laut Angaben des Tschechischen Statistischen Amtes (ČSÚ) entfiel etwa ein Viertel des Anstiegs auf natürliches Wachstum, also auf den Unterschied zwischen der Geborenenzahl und der Zahl der Todesfälle.



Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 zogen 36.901 Personen nach Prag, etwa 14.000 von ihnen aus dem Ausland. Gleichzeitig verließen 26.630 Menschen, darunter etwa 6.000 Prager Bürger, die Stadt und das Land.

Die natürliche Zunahme der Prager Bevölkerung im vergangenen Jahr betrug 2.788 Personen. Es wurden 14.929 Kinder geboren, während 12.141 Menschen starben. Im gleichen Zeitraum heirateten in der tschechischen Hauptstadt 6.415 Paare und 2.715 wurden geschieden.

Was die Einwohnerzahl betrifft, ist Prag die zweitgrößte Region des Landes. Zentralböhmen steht an erster Stelle und hatte am Ende des vergangenen Jahres 1.338.000 Einwohner. Die Mährisch-Schlesische Region und die Region Südmähren hatten auch jeweils eine Million Bewohner.

Die Bevölkerung der Tschechischen Republik stieg im vergangenen Jahr um 24.977 auf 10.578.820 Personen. Die auffälligste Zunahme wurde in Prag registriert, während die Mährisch-Schlesische Region größten Abnahme verzeichnen musste.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Lebendgeburten auf 112.663 und die Zahl der Todesfälle ging auf 107.750 zurück. Die Zahl der Lebendgeburten stieg im dritten Jahr in Folge und war von den vergangenen sechs Jahren am höchsten.

Die Hauptursache für das Bevölkerungswachstum in der Tschechischen Republik war eine positive Migrationsbilanz von 20.064 Personen. Die Zahl der Todesfälle war im vergangenen Jahr um 4.913 niedriger, als die Zahl der Lebendgeburten.

Die Zahl der Geburten alleinerziehender Mütter trug wesentlich zu diesem Anstieg bei. Zum ersten Mal seit 2009 ist auch die Zahl der Lebendgeburten verheirateter Mütter nicht zurückgegangen. Der Anteil außerehelicher Lebendgeburten betrug 48,6 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 47,8 Prozent. Nach vorläufiger Schätzung überstieg im Jahr 2016 in Tschechien die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer 1,6 Kinder pro Frau.

Im Jahr 2016 gab es nach vorläufigen Angaben 107.750 Todesfälle, das sind 3.423 weniger als im Jahr zuvor. Die Lebenserwartung tschechischer Männer betrug 72,3 Jahre, die der Frauen 79,2 Jahre. Allerdings lag das häufigste Alter im Todesfall bei 85 Jahren. Insgesamt 317 Kinder starben während ihres ersten Lebensjahres; was der Zahl von 2,8 pro Tausend Lebendgeburten entspricht.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 37.503 Personen aus dem Ausland nach Tschechien eingewandert. Das sind 2.581 mehr als 2015. Ausgewandert sind hingegen 17.439 Menschen. Insgesamt wanderten 20.064 Personen nach Tschechien ein, das sind 4.087 mehr als 2015. Die meisten Personen, etwa 5.300, kamen aus der Slowakei, ungefähr 3.300 kamen aus der Ukraine und 1.500 aus Rumänien.

Zum ersten Mal nach sieben Jahren wurden mehr als 50. 000 Ehen geschlossen, und zwar genau 50.768. Das sind 2.577 Eheschließungen mehr als im Vorjahr. Das häufigste Alter eines Bräutigams war 30 und das der Braut 28.

Im vergangenen Jahr haben tschechische Gerichte 24.996 Scheidungen durchgeführt, was 1.087 weniger war als 2015. In 58,9 Prozent der Fälle waren Familien mit minderjährigen Kindern von einer Scheidung betroffen. Die meisten Scheidungen fanden nach drei bis sechs Jahren Ehe statt. Nach vorläufigen Schätzungen sank die gesamte Scheidungsrate im Jahr 2016 leicht auf 45 Prozent und die mittlere Dauer einer Ehe bei einer Scheidung betrug 13,1 Jahre.


ManSprichtDeutsch.cz (Tschech.News), Prag 22.03.2017